Statistiken zufolge ist der Energieverbrauch von Kälteanlagenbetreibern insgesamt relativ hoch und liegt im Durchschnitt deutlich über dem vergleichbaren Wert im Ausland. Gemäß den Vorgaben des Instituts für Kältetechnik (IIR) – die Senkung des Energieverbrauchs einzelner Kälteanlagen um 30 % bis 50 % innerhalb der nächsten 20 Jahre – stellt dies eine enorme Herausforderung dar. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, Wege zur Energieeinsparung in Kühlhäusern zu finden, den Kühlbedarf einzelner Kühlgeräte zu reduzieren, die Systemauslastung zu verbessern und das Lagermanagement zu optimieren. Wie lässt sich der Energieverbrauch in Kühlhäusern senken und somit eine Systemenergieeinsparung realisieren?

Welche Aspekte sollten wir im Hinblick auf Energieeinsparung im Betriebsmanagement von Kühlhäusern beachten?
1. Die Gehäusekonstruktion regelmäßig überprüfen und instand halten.
Die Instandhaltung der Kühlhausstruktur sollte auch in Kühlhäusern höchste Priorität haben. Infrarotdetektion findet heutzutage in vielen Branchen Anwendung. Die sogenannte Infrarot-Wärmebildkamera erfasst berührungslos Infrarotstrahlung (Wärme) und wandelt sie in ein elektrisches Signal um. Das Detektionsgerät erzeugt Wärmebilder und zeigt Temperaturwerte auf dem Display an. Es kann die erfasste Wärme präzise quantifizieren, sodass nicht nur die Wärmebilder betrachtet, sondern auch fehlerhafte, wärmeerzeugende Bereiche genau identifiziert und analysiert werden können.
2. Nutzen Sie die Laufzeit nachts sinnvoll.
(1) Effektive Nutzung von Spitzen- und Talzeitenstrom in der Nacht
Je nach Stromverbrauchszeitraum gelten unterschiedliche Stromtarife, die von verschiedenen Provinzen und Städten an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst wurden. Da es große Schwankungen zwischen Spitzen- und Schwachlastzeiten gibt und Kühlhäuser viel Energie verbrauchen, kann die Kühlung nachts erfolgen, um die Stromverbrauchsspitzen tagsüber zu vermeiden.
(2) Angemessene Nutzung des Temperaturunterschieds zwischen Tag und Nacht
Es besteht ein großer Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht. Statistiken zufolge kann jede Senkung der Kondensationstemperatur um 1 °C den Stromverbrauch des Kompressors um 1,5 % reduzieren [22], und die Kühlleistung pro Wellenleistungseinheit steigt um etwa 2,6 %. Da die Umgebungstemperatur nachts niedrig ist, sinkt auch die Kondensationstemperatur. Laut Literaturangaben kann der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht in ozeanischen Klimazonen 6–10 °C, in kontinentalen Klimazonen 10–15 °C und in südlichen Regionen 8–12 °C erreichen. Daher ist eine Verlängerung der Anlaufzeit in der Nacht vorteilhaft für die Energieeinsparung des Kühlhauses.
3. Öl rechtzeitig ablassen.
Das an der Oberfläche des Wärmetauschers haftende Öl führt zu einem Absinken der Verdampfungstemperatur und einem Anstieg der Kondensationstemperatur. Daher muss das Öl rechtzeitig abgelassen werden. Hierfür kann ein automatisches Steuerungsverfahren eingesetzt werden, das nicht nur den Arbeitsaufwand der Arbeiter reduziert, sondern auch die genaue Ölablasszeit und -menge kontrolliert.
4Verhindern, dass nicht kondensierbare Gase in die Pipeline gelangen.
Da der adiabatische Index von Luft (n = 1,41) höher ist als der von Ammoniak (n = 1,28), steigt die Austrittstemperatur des Kältemittelverdichters bei Vorhandensein nicht kondensierbarer Gase im Kältesystem aufgrund des erhöhten Kondensationsdrucks und der höheren Druckluftmenge. Untersuchungen haben gezeigt: Wird dem Kältesystem nicht kondensierbares Gas beigemischt und erreicht dessen Partialdruck 0,2 aA, erhöht sich der Stromverbrauch des Systems um 18 % und die Kühlleistung sinkt um 8 %.
5. Rechtzeitiges Auftauen
Der Wärmedurchgangskoeffizient von Stahl ist im Allgemeinen etwa 80-mal höher als der von Frost. Bildet sich Frost auf der Oberfläche des Verdampfers, erhöht dies den Wärmewiderstand der Rohrleitung, verringert den Wärmedurchgangskoeffizienten und reduziert die Kühlleistung. Um unnötigen Energieverbrauch des Systems zu vermeiden, sollte der Verdampfer rechtzeitig abgetaut werden.
Energieeinsparung wird künftig zweifellos ein zentrales Thema der gesellschaftlichen Entwicklung sein. Kühlhausbetreiber sollten ihr Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wettbewerb schärfen und sich unter den Bedingungen der Marktwirtschaft kontinuierlich verbessern, um die Entwicklung unserer Kühlhausbranche voranzutreiben.
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Veröffentlichungsdatum: 15. Juli 2023




