Der Verdampfer eines Kühlhauses (auch als Luftkühler bekannt) ist ein Verdampfertyp, der in Kühlhäusern eingesetzt wird. Seine Funktion besteht darin, gesättigtes Kältemittel mit niedriger Temperatur und niedrigem Druck, das als Expansionsventil fungiert, mit dem Kühlmedium Wärme austauschen zu lassen. Dabei verdampft das Kältemittel und entzieht dem Kühlhaus Wärme. Ein Kühlhausverdampfer besteht im Wesentlichen aus fünf Hauptkomponenten: Kühlrohren, einem Axialventilator, einem Verteiler, einer Abtauvorrichtung und einer Auffangwanne. Das flüssige Kältemittel aus dem Kondensator des Kühlhauses mit hohem Druck und Raumtemperatur wird durch das Expansionsventil gedrosselt und gelangt zur gleichmäßigen Verteilung direkt in den Verteiler des Verdampfers, bevor es zur Verdampfung und Wärmeaufnahme in die Kühlrohre geleitet wird. Der Axialventilator des Verdampfers sorgt für die Luftzirkulation im Kühlhaus und bewirkt so die Kühlung.

Das Kühlprinzip eines Verdunstungsluftkühlers ist folgendes: Der laufende Ventilator erzeugt im Inneren des Geräts einen Unterdruck, der Außenluft durch die poröse, befeuchtete Oberfläche des Verdunstungskühlkissens saugt. Dadurch sinkt die Trockentemperatur der durchströmenden Luft auf nahezu die Feuchttemperatur der Außenluft. Konkret liegt die Trockentemperatur am Auslass des Kühlers 5–12 °C unter der Außentemperatur (in heißen, trockenen Regionen bis zu 15 °C). Je trockener und heißer die Luft, desto größer der Temperaturunterschied und desto besser die Kühlwirkung. Da die Luft stets von außen in den Raum gesaugt wird (Überdrucksystem), bleibt die Raumluft frisch. Gleichzeitig erfüllt der Verdunstungsluftkühler dank seines Verdunstungskühlprinzips die Doppelfunktion der Kühlung und Befeuchtung (die relative Luftfeuchtigkeit kann bis zu 75 % erreichen). In Textil- und Strickereien verbessert die Verdunstungsluftkühlung nicht nur die Kühl- und Befeuchtungsbedingungen, sondern reinigt auch die Luft, reduziert Garnbrüche beim Stricken und steigert die Qualität der Textilprodukte. Verdunstungsluftkühler (auch bekannt als Nassvorhang-Klimaanlagen) sind von wabenförmigen, befeuchteten Vorhängen aus Spezialmaterial umgeben, die eine große Oberfläche bieten. Ein Wasserzirkulationssystem befeuchtet diese Vorhänge kontinuierlich. Im Inneren erzeugt ein hocheffizienter, geräuscharmer und energiesparender Ventilator einen Unterdruck, der Außenluft durch die porösen, befeuchteten Vorhänge in das Gerät presst. Die Verdunstung des Wassers an den Vorhängen absorbiert Wärme und kühlt so die durchströmende Luft. Gleichzeitig erhöht die Verdunstung die Luftfeuchtigkeit und sorgt so für eine doppelte Wirkung: Kühlung und Befeuchtung.

Faltbare industrielle Verdunstungsluftkühler
Trockene Verdunstungsluftkühler sind in der Industrie weit verbreitet. Sie nutzen die Kühlung der durch Verdampferschlangen im Inneren des Kühlers strömenden Luft, um die außerhalb der Schlangen zirkulierende Luft zu kühlen. Bei Aufstellung auf dem Boden in einem Kühlraum spricht man von einem Standverdunstungsluftkühler; bei Deckenmontage von einem Dachverdunstungsluftkühler.
Da die Oberflächentemperatur des Verdampfers in einem Kühlhaus unter 0 °C liegt, bildet sich mit zunehmender Kühlzeit Frost an der Außenfläche des Kühlraumluftkühlers. Dieser Frost beeinträchtigt nicht nur den Wärmeübergangskoeffizienten des Kühlraumluftkühlers erheblich, sondern reduziert auch das zirkulierende Luftvolumen deutlich. Dies wirkt sich stark auf die Wärmeaustauschleistung des Kühlraumluftkühlers aus und führt zu einer signifikanten Verringerung der Betriebseffizienz der Kühlhausanlage. Um eine gute Wärmeaustauschleistung zu gewährleisten, ist das Abtauen des Kühlraumluftkühlers unerlässlich. Derzeit ist das elektrische Abtauen die gängigste Methode. Elektrisches Abtauen bietet viele Vorteile, wie z. B. gründliches Abtauen und automatische Steuerung, und ist daher in vielen kleinen Kühlhäusern sowie in der pharmazeutischen und Gemüselagerung weit verbreitet.
Zu den Bauarten von Luftkühlern gehören Standgeräte, Standgeräte mit Luftausblasung von oben, Standgeräte mit Luftausblasung von unten, Standgeräte mit horizontaler Luftausblasung, Deckengeräte und modulare Geräte.
Veröffentlichungsdatum: 17. November 2025



