1. Zylinderklemmphänomen
Zylinderblockierung: Dies bezeichnet das Phänomen, dass die relativ zueinander beweglichen Teile des Kompressors aufgrund mangelhafter Schmierung, Verunreinigungen oder anderer Ursachen nicht mehr funktionieren. Eine Zylinderblockierung deutet auf eine Beschädigung des Kompressors hin. Sie tritt meist an den Reibungsflächen zwischen Gleitlager und Kurbelwelle, zwischen Zylinder und unterem Lager sowie zwischen Kolben und Zylinder auf.
Fehlinterpretation eines festsitzenden Zylinders (Kompressorstartstörung): Dies bedeutet, dass das Anlaufdrehmoment des Kompressors den Systemwiderstand nicht überwinden kann und der Kompressor daher nicht normal anläuft. Bei Änderung der äußeren Bedingungen kann der Kompressor anlaufen und wird dabei nicht beschädigt.
Bedingungen für den normalen Anlauf des Kompressors: Anlaufdrehmoment des Kompressors > Reibungswiderstand + Hoch- und Niederdruckkraft + Rotationsmasse. Reibungswiderstand: Er hängt mit der Reibung zwischen dem oberen Lager, dem unteren Lager, dem Zylinder und der Kurbelwelle des Kompressors sowie mit der Viskosität des Kältemittelöls des Kompressors zusammen.
Hoch- und Niederdruckkräfte: beziehen sich auf das Gleichgewicht von Hoch- und Niederdruck im System.
Rotationsmasse: hängt mit der Rotor- und Zylinderkonstruktion zusammen.

2. Häufige Ursachen für Zylinderklemmen
1. Der Grund für den Ausfall des Kompressors selbst
Der Kompressor ist mangelhaft verarbeitet, die lokale Kraft auf die Passfläche ist ungleichmäßig, oder die Verarbeitungstechnologie ist ungeeignet, und Verunreinigungen sind während der Produktion in das Innere des Kompressors gelangt. Dieser Fall tritt bei Markenkompressoren selten auf.
Kompressor- und Systemanpassungsfähigkeit: Wärmepumpen-Warmwasserbereiter basieren auf Klimaanlagen, daher verwenden die meisten Wärmepumpenhersteller weiterhin Klimaanlagenkompressoren. Die nationale Norm für Klimaanlagen schreibt eine maximale Temperatur von 43 °C vor, d. h. die maximale Temperatur auf der Kondensationsseite beträgt 43 °C. Bei einer Verdampfungstemperatur von 43 °C liegt die Temperatur auf der Verdampfungsseite bei 55 °C. Bei dieser Temperatur beträgt der maximale Abgasdruck üblicherweise 25 kg/cm². Beträgt die Umgebungstemperatur auf der Verdampfungsseite 43 °C, liegt der Abgasdruck üblicherweise bei etwa 27 kg/cm². Dies führt dazu, dass der Kompressor häufig unter Volllast arbeitet.
Der Betrieb unter hoher Last kann leicht zur Verkokung des Kältemittelöls führen, was eine unzureichende Schmierung des Kompressors und ein Festklemmen des Zylinders zur Folge haben kann. In den letzten zwei Jahren wurde ein spezieller Kompressor für Wärmepumpen entwickelt. Durch die Optimierung und Anpassung interner Strukturen wie der Ölrücklauf- und Auslassöffnungen sind die Betriebsbedingungen des Kompressors und der Wärmepumpe nun besser geeignet.
2. Ursachen von Kollisionen wie Transport und Handhabung
Der Kompressor ist ein Präzisionsinstrument, dessen Pumpengehäuse exakt angepasst ist. Stöße und starke Vibrationen während des Transports können zu Größenveränderungen des Kompressor-Pumpengehäuses führen. Beim Anlaufen oder Betrieb des Kompressors drückt die Kurbelwelle den Kolben in eine bestimmte Position. Der Widerstand steigt dabei deutlich an und kann schließlich zum Blockieren führen. Daher muss der Kompressor vom Werk über die Montage im Hauptgerät, die Lagerung im Hauptgerät und den Transport zum Händler bis hin zur Installation beim Kunden mit größter Sorgfalt behandelt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Gemäß den Herstellervorgaben darf die Neigung beim Transport 30° nicht überschreiten und ist auf Stöße, Umkippen, Umfallen usw. zu beschränken.
3. Gründe für die Installation und Nutzung
In der Klimaanlagen- und Wärmepumpenbranche gibt es die Redewendung „drei Punkte für Qualität und sieben Punkte für die Installation“. Auch wenn sie etwas übertrieben ist, verdeutlicht sie doch, dass die Installation einen großen Einfluss auf die Funktion des Geräts hat. Undichtigkeiten usw. beeinträchtigen die Nutzung. Im Folgenden werden diese Punkte einzeln erläutert.
Nivellierungsprüfung: Der Kompressorhersteller schreibt vor, dass die Betriebsneigung des Kompressors weniger als 5° betragen und die Haupteinheit waagerecht installiert werden muss. Eine dauerhafte Neigung von weniger als 5° ist erforderlich. Dauerhafter Betrieb mit deutlicher Neigung führt zu ungleichmäßiger lokaler Kraftverteilung und hoher lokaler Reibung.
Evakuierung: Eine zu lange Entleerungszeit führt zu unzureichendem Kältemittel. Der Kompressor erhält nicht genügend Kältemittel zur Kühlung, die Abgastemperatur steigt, das Kältemittelöl verkokt und verschlechtert sich, und der Kompressor kann aufgrund unzureichender Schmierung blockieren. Befindet sich Luft im System, ist Luft ein nicht kondensierbares Gas, das zu hohem Druck oder ungewöhnlichen Druckschwankungen führt und die Lebensdauer des Kompressors beeinträchtigt. Daher muss die Entleerung gemäß den Normen präzise durchgeführt werden.
Veröffentlichungsdatum: 11. Februar 2023



